Der Cansat Wettbewerb geht in seine heiße Phase. Zum Auftakt fand am 28./29. März beim DLR in Bremen ein Lehrerworkshop statt. Ziel war es, alle beteiligten Gruppen auf den gleichen Stand zu bringen und eine Einführung in den Bau eines Cansat zu geben. Dazu gab es viele praktische Übungen an einem Cansat Kit von T-minus Engineering. Die ESA stellt freundlicherweise für alle Teilnehmer ein Kit zur Verfügung. Ein Schwerpunkt lag in der Programmierung des Microcontrollers, der zentralen Steuereinheit des Cansat Kits. Hier traten auch schon die ersten Schwierigkeiten auf, die aber von den kompetenten Workshop Leitern sofort geklärt werden konnten. Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Herstellung einer Funkverbindung, der Anschluss und die Auswertung der verschiedenen Sensoren sowie praktische Übungen zum Löten.

Lehrerworkshop DLR Bremen
Foto: Teilnehmer des Lehrerworkshops beim DLR in Bremen: Mit den beiden Laborkitteln die Workshopleiter und in der Mitte Uli Beyermann vom AEROSPACE LAB

Ein weiterer wichtiger Aspekt war das Kennenlernen der anderen Teams. Die überwiegende Anzahl der anderen Gruppen werden von interessierten Lehrern betreut. Bei den meisten Teams haben sich einige befreundete Schüler einer Schule zusammengetan und selbst einen Lehrer zur Unterstützung gesucht. Eine tolle Eigeninitiative. Unser Betreuer Uli Beyermann war demnach auch der Exot in der Gruppe. Als einziger Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik ist er zwar vom Fach und bringt durch seine Arbeit als Projektleiter bei Tesat Spacecom viel Erfahrung mit Raumfahrtprojekten mit, die anderen Gruppen können das aber gut durch innovative Ideen und Engagement wettmachen. Der Lehrerworkshop hat gezeigt, die Konkurrenz ist hart. Die Randbedingungen sind für alle gleich und letztendlich zählt nicht nur die beste technische Lösung sondern auch weiche Faktoren wie Öffentlichkeitsarbeit und Teamarbeit. Um den Einzug in den europäischen Cansat Wettbewerb zu schaffen müssen wir uns alle ziemlich anstrengen. Packen wir’s an!