Girls Robotics Team des AEROSPACE LAB belegt den 2.Platz beim FLL (First Lego League) Regional Wettbewerb und startet somit im Semi Finale (Zentraleuropa Südwest) am 22. Januar in Offenburg.

Gut vorbereitet und sehr entspannt traten am 10. Dezember früh am Morgen Tessa Peco (TG Nagold), Ann Sophie Denu (SGH) und Valerie Kieslinger (AGH) mit ihrer Betreuerin, Astrid Kerker (Studentin der Luft-und Raumfahrttechnik) sowie Angie Voggenreiter (operative Leitung) die Reise nach Esslingen zum FLL Wettbewerb an. Nadine Barth, Studentin der Luft-und Raumfahrttechnik und ebenfalls Betreuerin des Girls Teams musste zu einer Prüfung an der Uni antreten und konnte deshalb leider nicht dabei sein.

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Hinten von links unsere Siegergirls: Tessa, Valerie und Ann Sophie
vorne von links: Angie Voggenreiter, Nadine Barth, Astrid Kerker

Als eines der letzten Teams nahmen die jungen Damen ihren Platz im wunderschönen Atrium des Festo Technology Centers ein. 15 Teams waren gemeldet und nach dem ersten Umschauen in dem sehr geräumigen Atrium wurde klar: „Wir sind das einzige Girls Team!“ flüsterte Tessa „und das kleinste Team mit nur 3 Teilnehmerinnen“ fügte Angie V. hinzu.

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Der Terminplan für die verschiedenen Aufgaben, die bei dem FLL Wettbewerb, der dieses Jahr unter dem Motto „Animal Allies“ steht,  erledigt werden müssen, ist sehr eng gesteckt. Deshalb ging es gleich nach der Begrüßung und Vorstellung der 12-köpfigen Jury, für die 3 Girls zum Teamwork Test.

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Im Gegensatz zu den anderen Aufgaben wie Robot Design, Research und natürlich dem Robot Game, die Wochen vor dem Wettbewerb vorbereitet einstudiert, gebaut, programmiert und designt werden können, weiß man nicht was beim Teamwork gefordert wird.

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Ein Geschicklichkeitsspiel, das zudem eine clevere Umsetzung verlangte so früh am Morgen, konnte die Mädchen jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mit Selbstbewusstsein und Witz lösten sie das Stapeln von Bechern, ohne Hilfe der Hände, nur mit Schnüren und einem Gummiband. „Das war echt tricki“ bemerkte Ann Sophie, aber sichtlich erfreut, dass es so gut geklappt hat.

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Kurze Verschnaufpause – die Präsentation war die 2. Aufgabe, die die Girls bewältigen mussten. Sie erarbeiteten das Thema  „In wie fern beeinträchtigen wir das Leben der Bienen und wie können wir zu ihrem Erhalt beitragen?“ und verzichteten bewusst auf eine PowerPoint Präsentation. Tessa gestaltete mit ihrem zeichnerischen Talent die Plakate und die Jury war sehr angetan von dieser Art der Präsentation. Der Vortrag unserer 3 jungen Damen war sehr sicher und aussagekräftig.

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Runde 3 der Aufgaben war das Robot Design. Hier punktete vor allem Valerie, mit 13 Jahren die jüngste, die mit ihrer erstellten graphischen Software den Juror tief beeindruckte. Tessa und Ann Sophie ( beide 15 Jahre) erklärten einem weiteren Jurymitglied u.a., dass sie beim Bau des Roboters Wert darauf legten, dass alle Sensoren leicht zugänglich sind und dass er mit nur einfachen kleinen Teilen umgebaut werden kann. Auch das Zweierteam punktete mit dieser sehr praktischen und kompakten Bauweise.

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Nach der Mittagspause ging es endlich los mit den Robot Games.  Zwei Teams traten gleichzeitig an den nebeneinander liegenden Spieltischen an, ihre voll automatischen Roboter für zweieinhalb Minuten durch den vorgegebenen Parcours zu schicken, um möglichst viele Punkte einzusammeln und natürlich keine Strafpunkte zu kassieren. 3 Läufe hatte jedes Team, von dem der beste in die Wertung kam. Hindernisse mussten überwunden werden, die Biene in die Base geschoben und anschließend in den Bienenstock gebracht, die Melkmaschine in Gang gebracht, eine Forscherin in die Forschungsstation geschoben, einem Gorilla das Futter zugeschoben werden und Vieles mehr.

Die Spannung in dem großen Atrium stieg von Runde zu Runde. Nur zwei Teammitglieder durften an den Spieltisch, der Rest der Gruppen und die Zuschauer feuerten ihre Teams an und litten mit, wenn bestimmte Abläufe nicht funktionierten. Nach den 3 Läufen stand fest, das Girls Robotics Team lag auf Platz 4 und erreichte somit das Halbfinale. Erstmals war bei den sehr coolen Mädels etwas Aufregung zu spüren. Tessa und Valerie lieferten jedoch einen weiteren perfekten Lauf ab und ihr Roboter sammelte in dem Halbfinallauf Punkt um Punkt und heimste keine Strafpunkte ein. Ein lauter Freudenschrei hallte aus der Fanecke der LAB-Ladies, als die Runde zu Ende war. Die Mädels waren damit auf dem 3. Platz gelandet. Der Finallauf wurde von den beiden besten Teams im Robot Game hart ausgekämpft. Das Girls Team war sehr zufrieden mit ihrer Gesamtleistung und sah sich damit gut im Mittelfeld platziert. So warteten wir alle recht entspannt auf die Siegerehrung, als die Moderatorin bekannt gab, dass die 3 besten Präsentationen dem gesamten Publikum und der Gesamtjury nochmals vorgestellt werden sollen und rief als erstes das Girls Robotics Team auf die Bühne. Die Mädchen sahen sich ganz erstaunt an, packten sogleich ihre Sachen für die Präsentation und fanden sich Minuten später mit Mikrofonen in der Hand auf der großen Bühne wieder. Professionell stellten sie ihre gut vorbereitete Präsentation vor und ernteten großen Beifall dafür.

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Sichtlich erleichtert lehnten sie sich nun auf ihren Plätzen zurück und lauschten den beiden anderen Darbietungen.

Die Jury zog sich anschließend kurz zur Beratung zurück und begann dann recht zügig mit der Siegerehrung.

Nun ging alles recht schnell und gleich bei der 2. Kategorie, Robot Design, wurden die LAB Girls völlig überraschend mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Bei der Übergabe der Urkunde war der Juror voll des Lobes für die äußerst professionelle graphische Programmierung der Software. Freudestrahlend kamen die Mädels von der Bühne und noch ehe sie sich wieder hinsetzen konnten, wurden sie ein zweites Mal aufgerufen, sich die Urkunde für den erreichten 3. Platz bei der Präsentation abzuholen. Hände schütteln, netten Worten der Jury lauschen, von der Bühne zu den Plätzen eilen und noch während die Mädels und Betreuerinnen sich beglückwünschten, hallte der Name Team Girls Robotics ein drittes Mal durch das Atrium. Ausgezeichnet wurden sie für den 3. Platz in der Kategorie Robot Game. „Das ist ja der Knaller“ war von Astrid Kerker laut zu hören und die 3 jungen Damen holten sich Urkunde Nr. 3 ab, begleitet von sehr anerkennenden Worten der Jury zu der schön vorgetragenen und designten Präsentation zu einem wichtigen Thema.

Tessa, Valerie und Ann Sophie konnten das alles gar nicht glauben und dieser Ausdruck stand ihnen fest ins Gesicht geschrieben, während Astrid und Angie aus dem Jubeln und Klatschen nicht mehr herauskamen. Doch der absolute Höhepunkt folgte nur Minuten später, als die Jury den 2. Platz in der Gesamtwertung und damit die Teilnahme am  Semi Finale in Offenburg ausrief und das Team Girls Robotics des AEROSPACE LAB  auf die Bühne bat. Unter großem Beifall des Publikums stürmten unsere 3 jungen Damen jubelnd auf die Bühne und die Jury freute sich mit ihnen. Mit den Worten: „Ihr seid immer ganz vorne mit dabei gewesen in jeder einzelnen Kategorie und habt satt Punkte gemacht“,  begründete die Jury ihre Entscheidung.

Überglücklich und ausgelassen jubelten alle 5 LAB Ladies und konnten noch gar nicht richtig fassen, was sich in den vergangenen 10 Minuten ereignete. Das wird nicht so oft passieren, waren sich alle einig und genossen den Moment um so mehr.

In den Weihnachtsferien will sich das Team auf die kommende große Herausforderung, das Semi Finale in Offenburg am 22. Januar, vorbereiten. Mit dem bereits Erreichten können die jungen Damen ganz entspannt an die Sache herangehen, an Motivation fehlt es jedenfalls nicht!

Das FLL Semi Finale Zentraleuropa Südwest, ist die zweite Wettbewerbsstufe nach den Regionalwettbewerben.

FLL initiiert und fördert bei Kindern und Jugendlichen die Denkweise von Wissenschaftlern und Ingenieuren. Dazu lösen die Teams während der „ANIMAL ALLIES“ Saison im Rahmen eines Projekts ein Problem aus dem echten Leben. Sie bauen, testen und programmieren mit LEGO MINDSTORMS einen vollautomatischen Roboter, der knifflige Missionen meistern muss. Der Wettbewerb kombiniert den Spaß an Technik und Wissenschaft mit der spannenden Atmosphäre eines Sportevents. Die Teams eignen sich wichtige Problemlösefähigkeiten an und lernen mit einer Menge Spaß und Fantasie viel über komplexe Technologien.