In der Mensa des Schulzentrums Markweg trafen sich 27 Schüler, Lehrer und Projektbetreuer, um den Startschuss für vier Kernprojekte des Aerospace Lab zu geben. Ziel des Treffens war, einer ersten Gruppe an Schülern ausgewählte Kernprojekt vorzustellen. „Die Schülerinnen und Schüler sollen die Begeisterung in die Schulen tragen und weitere Schüler für die Teilnahme am Aerospace Lab ermuntern“, erläutert Prof. Heinz Voggenreiter.   Florian Krebs vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stellte den Schülern anschaulich und lebendig die Welt der Roboter vor. Er zeigte den Teilnehmern, was Roboter,  vom Industrieroboter bis zu autonom Fußball spielenden Kleinroboter, heute leisten, wo deren Grenzen sind und wie man mit Lego Mindstorms Bausätzen auch als Schüler schon an neuen Roboterlösungen tüfteln kann. Ulrich Beyermann vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart eröffnete allen Raumfahrt begeisterten Schülern den Traum von einem eignen kleinen Schülersatelliten, der mit Experimenten ausgestattet auch die Chance hat, ins All geschossen zu werden. Jürgen Schlutz, ebnso vom Institut für Raumfahrtsysteme, fachte die Faszination für die Raumfahrt mit seinem Vortrag zu den Experimenten mit Höhenforschungsraketen weiter an. Ein Experiment zu entwickeln, das dann auf einer 5 Meter langen Rakete an die Grenzen zum Weltraum geschossen wird – wer hat schon als Schüler eine so einmalige Chance? Zum Abschluss der Veranstaltung zauberte Dr. Wolfgang Dudenhausen vom DLR aus seinem Experimentkoffer Fasern aus Kohlenstoff, und zeigte den Anwesenden, wie man daraus leichte Strukturen herstellen kann, die man zum Bau von Satelliten und Raketen benötigt. „Auch wenn die Projekte sicherlich technisch sehr anspruchsvoll sein werden, so sollten sich die Schüler davon nicht beirren lassen sondern ihrer Begeisterung folgen“ sagte Prof. Heinz Voggenreiter vom DLR. Die Schülerprojekte werden so gestaltet werden, dass sie für Schüler machbar sind. Zudem werden sie in die Forschungsprojekte der Universität und des DLR eingebunden. „Damit ist eine optimale Betreuung sichergestellt“ bestärkte Ulrich Beyermann die Schüler. „Wir lassen den Schülern jetzt vier bis sechs Wochen Zeit, um sich zu überlegen, an welchem Projekt sie teilhaben wollen“ beendete Angie Voggenreiter, Mitglied im Vorstand des Aerospace Lab und zuständig für die pädagogische Ausrichtung, die Veranstaltung. „Dann werden wir zusammen mit den Betreuern und den Schülern die Projekte ausarbeiten, Schritt für Schritt mit der Umsetzung beginnen und weitere Schüler für die Teilnahme an den Projekten begei­stern“. In wenigen Wochen wird es zudem eine weitere Veranstaltung geben, zu der drei neue Projekt­vorschläge von Betreuern vorgestellt werden. Alle Projekte werden erst zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 gestartet. Bis dahin haben alle interessierte Schüler die Möglichkeit, sich über die Projektthemen bei diesen Veranstaltungen zu informieren. Die Begeisterung auf allen Seiten lässt eines sicher sein – das Aerospace Lab ist gestartet.