AEROSPACE LAB – Projektgruppe Laborführerscheinzum Experimentieren am Fehling Lab.                                          

Hochmotiviert fuhren 12 Schülerinnen und Schüler und unsere 2 Betreuerinnen am Herrenberger Bahnhof ab. Auch wenn der Zug eine halbe Stunde zu spät kam, kamen wir trotzdem noch rechtzeitig an der Uni Stuttgart an. Am S-Bahnhof wurden wir auch schon abgeholt. Von dort führte man uns über einen „alten“ Aufzug zum Labor. Im Labor angekommen wurden uns im Schnelldurchlauf die Regeln erklärt, und sofort wurden wir zu „Forensikern“.

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Unsere Aufgabe war es, einen Kriminalfall aufzuklären, was für uns natürlich super spannend war. Ein reicher Baron war gestorben. Wahrscheinlich an einer Aspirin-Allergie. Aber wo war das Aspirin? In der Zuckerdose, im Salzstreuer oder doch in der Mehlschicht des Brötchens? Das galt es also heraus zu finden. Als erstes verglichen wir diese drei Tatortproben mit Salz, Zucker, Mehl und  Aspirin. Im optischen Vergleich vermuteten wir, dass sich das Aspirin im Mehl befand. Da das allerdings noch kein handfester Beweis war, mussten wir in den Proben Kohlenstoff nachweisen.

Dazu erhitzten wir die Proben in einem Reagenzglas über dem Bunsenbrenner. Da nur das Salz und die Tatortprobe 2 schwarz wurden, wussten wir, dass Tatortprobe 2 Salz sein musste. Nun untersuchten wir die Proben auf ihre Löslichkeit. Dabei lösten sich der Zucker und die Tatortprobe 1 vollständig auf. Das Aspirin löste sich jedoch nicht auf. Daraus folgerten wir, dass Tatortprobe 1 Zucker war.

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Dann wiesen wir die Stärke in Mehl nach. So fanden wir heraus, dass Tatortprobe 3 Mehl enthielt. Über das Aspirin wussten wir allerdings immer noch nichts. Nun machten wir einen Acetylsalicylsäurenachweis (ASS – Nachweis). Mit Hilfe des Ergebnisses konnten wir uns nun sicher sein, dass in Tatortprobe 3 Aspirin war. Nun stand für uns fest, woran der Baron gestorben war. Wer das Aspirin unter das Mehl gemischt hatte, war allerdings noch nicht klar. Es gingen aber natürlich unter uns schon einige Vermutungen in Richtung Gärtner. Was hatten die Fingerabdrücke des Gärtners am Brotkorb verloren? Der Gärtner war also, wie immer, der Mörder!

Wir hatten diesen Kriminalfall aufgeklärt und großen Spaß dabei.

Glücklich und zufrieden fuhren wir mit der S-Bahn zurück nach Herrenberg. Das war ein toller Nachmittag und eine besondere Erfahrung, Forensiker für ein paar Stunden sein zu dürfen.

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