Team GIRLS ROBOTICS

Schon sehr früh morgens haben wir uns in Herrenberg getroffen, um pünktlich in Heilbronn anzukommen. Die Zugfahrt verlief ohne Probleme, vom Bahnhof aus mussten wir dann nur noch wenige Minuten laufen, bis wir schließlich gegen 9 Uhr auf dem Wissenscampus in Heilbronn ankamen.

Sofort nach der Begrüßungsrede haben wir angefangen den Roboter zu testen und noch weiter zu verbessern. Nachdem wir dann einige Testläufe gestartet hatten, war es Zeit für unsere Forschungspräsentation. Wir hatten uns mit dem Thema „Wie wirkt sich das Düngen auf unser Trinkwasser aus?“ beschäftigt und uns dazu sogar mit Herrn Eumann von der Firma EUWA Wasseraufbereitung in Gärtringen getroffen, um mehr über das Thema herauszufinden. Bei der Präsentation gab es am Anfang kleine technische Probleme, dann lief es aber ganz gut. Wir hatten uns Notizen auf Karteikarten gemacht, was bei manchen Zuschauern sehr gut ankam und gelobt wurde. Die Jury gab uns letztendlich 21/50 Punkten für unseren Forschungsauftrag.

Nach unserer Forschungspräsentation ging es weiter zur Teamwork Aufgabe. Nachdem wir im passenden Raum waren, fragten uns die Leiter der Aufgabe, wie wir zusammengefunden hätten, wie oft wir uns treffen würden und wie lange. Danach wurde uns erklärt, dass wir für die Lösung der Aufgabe 4 Minuten Zeit hätten und 20 Sekunden zum Aufführen. Dann bekamen wir unsere Aufgabe: Es sollten sich 4 Füße und 6 Hände auf dem Boden befinden. Wir überlegten, wie wir die Aufgabe lösen könnten. Es kamen Vorschläge mit Handstand, Schubkarre und noch viele weitere Turnübungen als Lösungsideen. Schließlich fanden wir des Rätsels Lösung, uns wurde gesagt, dass wir noch 20 Sekunden Zeit hätten, allerdings war uns nicht klar, dass dies die Aufstellzeit war… und wir haben es nicht geschafft die Aufgabe zu erfüllen. Danach wurden wir gefragt, ob wir einem anderen Team erzählen würden, wie wir unseren Roboter programmiert hätten, wenn es uns fragen würde. Wir bejahten und wurden anschließend entlassen und tüftelten an unserem Roboter weiter.

Unsere nächste Station war das Robot-Design. Einerseits hatte die Jury, bestehend aus drei Leuten, bei der Vorstellungsrunde der Schiedsrichter und der Jury nett gewirkt, aber andererseits hatten wir im Vergleich zu den anderen Teams einen kleinen und keinen riesigen, aufwändig ausgestatteten Roboter. Mit diesem Bauchgefühl gingen wir hinein. Kaum ging die Tür hinter uns zu, bat uns die Jury etwas über unseren Roboter zu erzählen. Wir hatten Fragen erwartet, doch wir begannen trotzdem anfangs stotternd und dann immer schneller zu erzählen, wie und warum wir wo welches Teil eingebaut hatten. Darauf haben wir weitere, genaue Fragen der Jury beantwortet, wie zum Beispiel ob wir schon mal bei einem FLL gewesen wären oder „Worauf seid ihr an eurem Roboter am meisten stolz?“ Natürlich kam von allen die gleiche Antwort: der Greifarm! Dieser interessierte die Jury und sie wollten natürlich sehen wie er funktionierte. Also ließen wir den Roboter sein Programm ablaufen und zeigten das Programmierte auf dem Computer. Das Programm war nicht gerade spektakulär, aber der Greifarm hatte es allemal drauf. Der Mechanismus faszinierte die Jury, denn er war wirklich sehr praktisch und nützlich gebaut. Durch diesen Greifarm bekamen wir eine Punktzahl von 36 und bekamen so den 5. Platz beim Robot-Design. Vergleichsweise mit den riesigen Brocken der anderen Teams war das eine reife Leistung und wir freuten uns sehr darüber.

Nach dem Robotdesign gab es Mittagessen und danach fand das Robotgame statt. Wir waren gut gestärkt und konnten uns jetzt auf das Robotgame konzentrieren. Aber zuerst gab es noch ein bisschen Zeit, um zu programmieren und um eine Probefahrt auf den Wettbewerbstischen zu machen. Als nächstes ging die 1. Runde los. Der Roboter hat fast alles ausgeführt, wozu er programmiert war, aber es gab noch einige Pannen, die zu beheben waren. Wir hatten 30 Minuten Zeit, um alles zu verbessern, bevor die 2. Runde losging. Nun war es wieder soweit und wir wurden aufgerufen zum Wettbewerbstisch zu gehen. Wir waren noch ein bisschen demotiviert von der 1. Runde, aber wir schauten nach vorn. Beim Durchlauf des Roboters geschah jedoch eine Panne, die erstmal positiv war, doch wir hatten uns zu früh gefreut. Die ungeplante Zerstörung der Toilette löste zwar die Spülung aus, aber wir bekamen hierfür leider keine Punkte. Nachdem wir noch demotivierter waren als vorher, hat noch weniger geklappt. Wir wechselten den Akku und dann hat der Roboter gemacht, was er wollte und nicht, was er sollte und der Computer hatte offenbar auch keine Lust mehr. Dann kam auch schon die 3. Runde… leider hat es auch da nicht so geklappt wie wir es uns vorgestellt haben.

Beim Robogame waren wir auf dem 10. Platz von 12 Teams, aber wir wussten ja noch nicht, wie wir in den anderen Kategorien abgeschnitten haben und hatten noch die Hoffnung, besser zu sein als es schien.

Bericht: die Preisverleihung

Wir haben alle Aufgaben absolviert und das Geschehen neigte sich dem Ende zu. Wir waren sehr müde, schauten uns die Preisverleihung an und fragten uns, ob wir einen Preis bekommen, weil wir das einzige reine Mädchenteam waren. Wir lachten und konnten es uns gar nicht vorstellen. Dann sagte der Moderator, dass der Sonderpreis an… Girlsrobotics ging!!! Und dies wurde tatsächlich damit begründet, dass wir das einzige Mädchenteam waren! Wir freuten uns und gingen grinsend auf die Bühne. Wir bekamen eine Urkunde und eine Trophäe. Wir wurden noch fotografiert und gingen wieder runter auf unsere Plätze. Es wurde noch der endgültige Sieger vorgestellt und dann war es auch schon wieder zu Ende. Wir gingen wieder in die Bahn und nach Hause und waren sehr glücklich wegen des Sonderpreises. So konnten wir beruhigt ins Bett gehen.

Bericht: Team Girls Robotics