Am 6. Juli sind wir, das Team „Laborführerschein“, ins Fehling Lab an der Universität Stuttgart in Stuttgart-Vaihingen gefahren und haben dort tolle Sachen erlebt: Wir haben einen Kriminalfall gelöst! In dem Kriminalfall wurde ein reicher Graf an seinem Frühstückstisch tot aufgefunden. Der Graf hatte eine Aspirinallergie, die tödlich für ihn verlaufen könnte. Wir sollten nun herausfinden, ob der Graf ermordet wurde oder nicht.

Fehling
Dazu stellten wir verschiedene Vermutungen an. Eine Vermutung war: irgendwo in sein Frühstück wurde Aspirin hineingemischt! Wir durften die Spurensicherung übernehmen. Alle Schüler mussten anhand von 3 „Tatortproben“ herausfinden, ob und wo Aspirin untergemischt war. Die Proben waren: Salz, Zucker und  das Mehl, das sich oben auf dem Frühstücksbrötchen befand. Alle Proben stammten vom Frühstückstisch des Grafen, also dem Tatort.
Wir haben die einzelnen Proben (Salz, Zucker, Mehl, Aspirin) und die 3 Tatortproben untersucht und die Ergebnisse jeweils miteinander verglichen. Die Proben haben wir so analysiert:
1.    Betrachten unter einer Lupe
2.    Verbrennen der Proben in einem Reagenzglas. Dabei beobachteten wir, welche Substanzen schwarz wurden und welche nicht.
3.    Lösen der Proben in Wasser: welche lösen sich, welche nicht?
4.    Mit Hilfe einer Jodlösung prüfen, welche Probe Stärke enthält und welche nicht: wenn die Probe Stärke enthielt, färbte sie sich blau.
5.    Eine Eisen-(III)-Chloridlösung zeigte uns, ob in einer Probe  Aspirin enthalten war oder nicht: wenn ja, färbte sich die Lösung nach Erhitzen und Zugabe der Eisen-(III)-Chloridlösung lila.

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Bei jedem Schritt konnten wir eine Probe ausschließen. Als wir Eisen-(III)-Chloridlösung zu der Tatortprobe 3 (das Mehl oben auf dem Brötchen) gaben, verfärbte sich die Lösung lila, was bedeuten musste, dass Aspirin darin enthalten war. Denn wir hatten es zuvor mit einer reinen Aspirinlösung verglichen,  die die gleiche Farbe ergab.
Das  hat mir besonders gefallen: das Verbrennen der Stoffe, denn es war lustig, wie der Zucker erst karamellisierte und dann verbrannt ist. Das hat auch gut gerochen.
Das Lösen der Aufgaben war nicht immer einfach, aber mit der Hilfe unserer „Kriminalkommissarin“ haben wir es schließlich geschafft!

Bericht von: Ivo Blum, Klasse 5

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