Papier, Strohhalme und Kleber, Zuckerwürfel und zahlreiche kleine Fläschchen mit Pipetten, gefüllt mit roten, blauen, grünen und gelben Flüssigkeiten, Fließpapier und Filzstifte wurden mit weiteren Materialien eilig auf Tischen platziert und bereitgestellt. Der Verein der Lebenshilfe kommt an diesem Nachmittag zu Besuch, zum Basteln und Experimentieren ganz nach dem Motto des AEROSPACE LAB „ Technik und Naturwissenschaften für JEDEN, zum Anfassen und Erleben“.

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Helene Altenbucher organisiert 5 mal pro Jahr Ausflüge für  Menschen mit Behinderung und kam beim Tag der offenen Tür des AEROSPACE LAB  auf die Idee, mit Ihren Schützlingen  hier ein paar spannende Experimentierstunden zu verbringen. Ihr ist es sehr wichtig, Ihren Schützlingen möglichst alle Bereiche zu eröffnen.

So waren dann auch alle sehr aufmerksam und fleißig bei der Sache. Auf vier Experimentiertische verteilten sich die  jungen Erwachsenen und fingen sogleich an, nach Anleitung von LAB-Betreuern, einen Bumerang nach einer Schablone aufzuzeichnen und auszuschneiden, Papierraketen zu rollen und zu kleben, Stabilisierungselemente anzumalen und auf den länglichen Raketenkörpern zu befestigen.

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Roland Feil, der schon seit 4 Jahren einen der Grundschulkurse des AEROSPACE LAB  leitet, erklärte sehr anschaulich am Nachbartisch, was man unter Chromatografie versteht und schritt mit seinen Schülern gleich zum Praxistest über. Henrike, Miriam, Birgit und Matthias staunten nicht schlecht, wie so ein Farbklecks eines schwarzen Filzstiftes auf einem Fließpapier zerfließt und dabei seine farbliche Zusammensetzung  preis gibt.

Ein weiteres spannendes Experiment schloss sich an: Zuckerwürfel wurden in einen Teller mit Wasser gesetzt und vorsichtig mit einer Pipette, aus den vielen schönen Fläschchen mit den farbigen Flüssigkeiten, benetzt. Die Zuckerwürfel schmelzen auf und es entsteht ein schönes Farbenspiel im Teller, da sich die drei Farbbereiche deutlich von einander abgrenzen. „Es wirken die gleichen Kräfte bei gleicher Konzentration“, erklärte Herr Feil seiner Experimentiergruppe.

Am Tisch von Elena und Isabell, beide erfahrene GS-Betreuerinnen, erreichte  der Bau der Strohhalmrakete die finale Phase. Max, Alexander, Tim und Cornelia schoben den Strohhalm vorsichtig von unten in das Fluggerät und beförderten dieses sogleich mit einem festen „Puster“ nach oben. Ein lautstarkes „HUI“ hallte durch den langen Flur des LABs.

Die Bumerang Gruppe, betreut von Nadine und Golo, aus dem Nanosatelliten-Projekt, schloss sich gleich an und testete die richtige Wurftechnik. Jetzt flog so Einiges wild durcheinander und jeder Wurf und jeder Flug wurde mit einem „HUI“ und einem „WOW“ begleitet.

Alle hatten mächtig Spaß dabei und wiederholten das Werfen und Hochpusten so lange, bis auch  Herr Bäuerle, Fotograf beim Gäuboten, ein richtig gutes Foto im Kasten hatte.

Bei Kaffee und Keksen ließen alle zusammen den ereignisreichen Nachmittag ausklingen und waren sich einig darüber, diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr zu wiederholen. Ein Termin wurde sogleich vereinbart.

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Justus rundete diesen gelungen Nachmittag mit einer kleinen Filmvorführung über das LAB ab.

Inge Wolfer, die an allen Tischen kräftig unterstützte und wie immer hervorragend für das leibliche Wohl sorgte, war sich mit Angie Voggenreiter und allen Betreuern einig, dass  diese Arbeit  eine wunderbare Bereicherung ist und unglaublich viel Spaß macht. Die Freude in den Augen der 11 Schützlinge von Frau Altenbucher werden wir nicht so schnell vergessen.